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Wer war eigentlich Mira Kremer?

Mira Kremer

Schachspielerin

 *1905 in Eydtkuhnen bei Königsberg
† 1987 in Lütjensee bei Hamburg

Mira wurde in einen bürgerlichen Haushalt geboren, der Vater war als Handelsfachmann in Riga & St. Petersburg tätig.
Die Familie zog auf Grund des Berufs des Vaters viel um, u.a. nach Berlin.
Als Kleinkind erkrankte Mira Kremer an Kinderlähmung- eine lange Leidensgeschichte beginnt.
Trotz ihrer Behinderung erhielt sie eine umfassende Bildung in Allgemeinbildung, Sprache und Musik.

Sie absolvierte eine Ausbildung als Auslandskorrespondentin- allerdings ist die Familie gegen diesen Berufsweg und Mira arbeitete stattdessen als Klavierlehrerin.
Nach dem 2.Weltkrieg führte sie die Evakuierung gemeinsam mit ihrer Mutter nach Mühlhausen.
Doch Miras großes Hobby ist das Schachspiel!
1934 trat sie in Königsberg in den Schachclub ein,
1938 nahm sie an den Frauenmeisterschaften im Schachspiel in Stuttgart teil.

Ab 1949 nahm sie an den Thüringer Meisterschaften teil und erreichte sie den 2. Platz.
Im Sommer 1949 gewann Mira bei den Damenmeisterschaften in Bad Klosterlausnitz und 1951 in Schwerin den 1. Platz.
Es folgten zahlreiche Schachreisen und Wettbewerbe.
Leider verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand zunehmend.
Auf Grund der körperlichen Einschränkungen war es ihr nicht mehr möglich, die notwendigen Reisen zu den Wettkämpfen zu bewältigen.
1960 zog sie zu ihrer Schwester in die Nähe von Hamburg.
1987 starb sie in einer Pflegeeinrichtung in Lütjensee bei Hamburg.


Mira Kremer erarbeitete sich trotz massiver körperlicher Einschränkungen durch ihre Krankheit und Behinderung mehrere Berufsausbildungen und Karriereerfolge. Ihr Talent fürs Schachspiel- eine männlich dominierte Sportart- macht sie vor allem in den ersten Jahren der DDR in Thüringen im Damenschach bedeutend.

Zum Weiterlesen:
Wolfgang Pähtz: Damenschach in Ostdeutschland, Jena 2017.
Karla Müller: das bewegte und bewegende Leben der Mira Kremer, Jena 2017.

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    Nachricht vom 15.11.2023

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