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DAS ist keine Lösung!

Pressemitteilung Landesfrauenrat Thüringen e.V. zur Kompromiss-Lösung
§ 219a vom 29. Januar 2019

Der Landesfrauenrat Thüringen missbilligt den Kompromiss der großen Koalition zu § 219a „Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“.

 In den letzten Monaten haben tausende von Frauen bei Demonstrationen und per Schreiben an Politikerinnen und Politiker die Streichung des o.g. Paragrafen aus dem StGB gefordert. Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, dem der Landesfrauenrat Thüringen angehört und viele Frauenverbände haben engagiert gegen dieses überalterte Gesetz gekämpft. Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. fordert alle Politikerinnen und Politiker, die sich für die Streichung eingesetzt haben und weiter einsetzen werden auf, eine gemeinsame Vorlage notfalls über den Bundesrat, zur Abschaffung des §219a in den Bundestag einzubringen und alternativ zu dem von den Regierungsparteien vorgelegten Papier abzustimmen.

 Die Fraktionsvorsitzenden im Bundestag werden aufgefordert, in diesem Fall keinen Fraktionszwang anzuwenden. Der bekannt gewordene Kompromiss ist abzulehnen und nicht weiter diskutabel.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307
Website: http://www.landesfrauenrat-thueringen.de/

Facebook: https://www.facebook.com/landesfrauenrat.thuringen

 
#mehrfrauenindieparlamente - Parité-Gesetz in Thüringen

Das verstehe, wer will…

Wenn wir in diesen Tagen an die großen Jubiläen der Frauenrechte denken, dann fällt auf, dass es gerade Frauen der SPD waren, die vor einhundert bzw. siebzig Jahren für die Einführung des Wahlrechtes für Frauen und den Paragraf 3 des Grundgesetztes kämpften. Clara Zetkin und Anita Augspurg waren Mitglied der SPD, bevor sie zur USPD bzw. KPD wechselten. Marie Juchacz blieb der SPD als Kämpferin treu verbunden. Frieda Nadig und Elisabeth Selbert gehören als SPD-Mitglieder zu den Müttern des Grundgesetzes, die mit dafür kämpften, den sogenannten Gleichstellungsparagrafen 3 aufzunehmen. Und ihre Mitstreiterin Helene Wesel trat 1957 in die SPD ein.

Ein Parité- Gesetz würde die Übernahme von gleichberechtigter politischer Verantwortung ermöglichen und garantieren. Was ist aus den Idealen dieser Frauen geworden, wenn es in Thüringen gerade die SPD ist, die den nächsten Schritt zur Einführung eines Parité-Gesetzes nicht unterstützen will? Diese Frage stellen sich der Landesfrauenrat Thüringen und die Gleichstellungsbeauftragte des Freistaates, Katrin Christ-Eisenwinder.

„Bereits seit 2014 fordert der Landesfrauenrat die Einführung eines solchen Gesetzes und unterstützt die Popularklage des Bündnisses „Parité in die Parlamente.“, betont Andrea Wagner (Vorsitzende LFR). Erfreulich ist auch, dass der LFR aktuell eine Einladung von Frau Nahles in den Deutschen Bundestag erhalten hat. Die Dialogveranstaltung, welche am 18. Februar stattfinden wird, trägt den Titel „100 Jahre Frauenwahlrecht – Unser Ziel ist Parität“. Ist das in der Thüringer SPD nicht angekommen? „Wir werden die Kampagne des Deutschen Frauenrates #mehrfrauenindieparlamente jedenfalls tatkräftig unterstützen.“ so Wagner weiter. „Dass die SPD-Fraktionen in anderen Bundesländern, wie z.B. Niedersachsen oder Brandenburg die Einführung eines Parité-Gesetzes vorantreiben, sollte den Thüringer Parteimitgliedern zu denken geben.“ ergänzt Katrin Christ-Eisenwinder.

Wenn die SPD in Thüringen die Zeichen der Zeit nicht erkennt, müssen andere die Ideale der einstigen Vordenkerinnen dieser Partei weitertragen. Der LFR wird sich solange für die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter einsetzen, bis sie erreicht ist.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307
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25 Jahre Landesfrauenrat Thüringen e. V.

Landesfrauenrat vertritt seit 25 Jahren die Interessen der Thüringer Frauen 

Seit nunmehr 25 Jahren vertritt der Landesfrauenrat als Lobbyorganisation die Interessen von ca. 200.000 Thüringerinnen.

Am 14. Mai 1993 durch 13 Vertreterinnen interessierter Organisationen in Jena gegründet, sind heute 27 Organisationen Mitglied im Landesfrauenrat Thüringen e. V.. Bereits im Gründungsjahr befasste sich der neu gegründete Verband mit der Abschaffung des § 218. „Heute sind wir an dieser Stelle noch nicht wesentlich weiter.“, betont Andrea Wagner, die Vorsitzende des LFR. Doch der Verband ist mit Beschluss der 43. Delegiertenversammlung dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung beigetreten und hofft damit für diesen Themenbereich mit mehr Power agieren zu können.

Ein weiteres Thema, mit dem sich der Verband bereits seit seiner Gründung beschäftigt ist die (häusliche) Gewalt gegen Frauen. Gemeinsam mit den jeweiligen Landesregierungen wurde am Hilfenetz für Betroffene und den Förderbedingungen gearbeitet. Doch es ist erschreckend, wie präsent Sexismus und Frauenfeindlichkeit in der Gesellschaft heute noch sind.

Zum ersten Mal in seiner 25-jährigen Geschichte verleiht der LFR Ehrenamtszertifikate an engagierte Menschen in Thüringen, die sich für die Belange der Frauen einsetzten und das auf verschiedenen Ebenen und unterschiedliche Weise. Die Ehrungen nimmt die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familien, Heike Werner in ihrer Funktion als Vorsitzende des Stiftungsrates der Thüringer Ehrenamtsstiftung vor.

„Die Arbeit im Landesfrauenrat ist von viel Motivation und ehrenamtlichen Engagement geprägt. Zum Jubiläum ist es wichtig, dieses sichtbar zu machen. Gleichzeitig freut es uns, dass der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow zu den Gratulierenden gehören wird und damit den Stellenwert des LFR für Thüringen betont.“, so Wagner.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307

 
TLM-Pressemitteilung: Frauen • Medien • Rollenbilder - Thüringer Mediengespräch der TLM mit hochrangigen Gästen

Zur Pressemittelung der TLM

Foto 2 (TLM) v. l. n. r.: Roland Lehmann, Radio TEDDY, Ingelore König, Kinderfilm GmbH, Ilona Helena Eisner, Landesfrauenrat Thüringen e. V., Prof. Dr. Martin Geisler, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Dr. Astrid Plenk, Programmgeschäftsführerin des KiKA

 
„Frauenheld.in“ gestartet: Die Kampagne „Ich bin Frauenheld.in“ soll den Landesfrauenrat bei seiner Arbeit unterstützen

Mit dem heutigen Tag startet der Landesfrauenrat Thüringen e.V. seine Kampagne „Ich bin Frauenheld.in". Mit dieser Aktion will der Verein Fördermitglieder gewinnen, die die Lobbyarbeit unterstützen und Frauen- und Gleichstellungspolitische Projekte realisieren helfen. Auf der eigens dafür eingerichteten Website https://www.frauenheld.in/info/ können sich Interessierte informieren und mit wenigen Klicks Held*innentaten vollbringen.

„Erkennungsmerkmal unserer Kampagne ist der pinke Pussyhat, das neue Symbol der internationalen Frauenbewegung die sich formiert, um gegen rückwärtsgewandte Politik zu protestieren. Frauenrechte müssen weltweit errungen, ausgebaut und erhalten werden.“ so Andrea Wagner, die Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen. Der Verein ist die Dachorganisation für 29 Mitgliedsorganisationen und politische Lobbyvertretung der Thüringer Frauen. Dem rechtspopulistischen Wind, der alte Rollenklischees und Frauenbilder aus der Mottenkiste holt, will der Landesfrauenrat mit Kreativität und den Bekenntnissen zu den Errungenschaften der Frauenbewegungen begegnen. „Wir wünschen uns, dass viele Menschen in diesem Sinne Frauenheld.innen und somit Teil der Bewegung sein werden.“ sagt die Vorsitzende.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307
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