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Pressemitteilung zur Delegiertenversammlung 2017 des Landesfrauenrates Thüringen e.V.

Am Samstag, den 2. September 2017 kamen in Erfurt über 40 Delegierte aus den Mitgliedsorganisationen des Landesfrauenrats zur 41. Delegiertenversammlung des Dachverbandes zusammen.
Sie entschieden sich gemeinsam für eine engere Zusammenarbeit mit dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie bei der Erarbeitung und Umsetzung des Landesprogrammes für das solidarische Zusammenleben der Generationen. Viele Entscheidungen werden Einrichtungen von Mitgliedsorganisationen, wie Frauenhäuser oder Frauen- und Familienzentren unmittelbar betreffen. Als Lobbyorganisation für ca. 200.000 Thüringerinnen sieht es der Landesfrauenrat für gegeben an, an diesem Landesprogramm mitzuwirken und den Blick für Gleichstellung und Chancengerechtigkeit einzubringen.
Da der zweite Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, der in diesem Frühjahr vorgelegt wurde, medial noch zu wenig Beachtung fand, will der LFR in den nächsten Monaten dazu beitragen, die Inhalte und Forderungen zu verbreiten und zu diskutieren. „Wenn wir in einer gerechteren Welt leben wollen, müssen wir solche Untersuchungen ernst nehmen, die gegebenen Empfehlungen diskutieren und an ihrer Umsetzung mitwirken.“ so Andrea Wagner, stellvertretende Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen e.V.
Mit dem Wechsel der bisherigen Vorsitzenden Ilona Helena Eisner in die Geschäftsführung wird der Verband bis zur Neuwahl einer Vorsitzenden gemeinsam von ihr und der Schatzmeisterin Julia Hohmann vertreten. Eine Neuwahl soll noch in diesem Jahr erfolgen.
V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307

 
Mit Hindernisparcour wollen Akteure auf Lohnunterschiede hinweisen

Erfurt, 16.03.2017. Zum 10. Equal Pay Day (EPD) finden Aktionen in ganz Deutschland statt, darunter auch in Erfurt. Auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofes werden am Freitag ab 14 Uhr die verantwortlichen Akteure des Thüringer EPD – der Landesfrauenrat Thüringen e.V., der BPW Club Erfurt, der Zonta Erfurt e.V., die Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Thüringen, der DGB, der LSVD, die Landesgleichstellungsbeauftragte und das Erfurter FrauenZentrum, Pergamentergasse auf die Lohnlücke aufmerksam machen. Auch die Thüringer Frauenministerin Heike Werner wird die Aktion aktiv unterstützen.

An zehn Parcours können Interessierte Mitmachangebote ausprobieren, die sich thematisch an den Themen der letzten 10 Jahre des Equal Pay Day orientieren. „Witzig, nicht belehrend und auf den Lohnunterschied hinweisend,“, so die Verantwortlichen. Zum Jubiläum stehen konkrete Schritte zu echter Lohngerechtigkeit bei zahlreichen Aktionen in ganz Deutschland und beim Equal Pay Kongress am 18. März in Berlin im Mittelpunkt.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen, dass die Lohnlücke in Deutschland (gemessen am Durchschnittsbruttostundenlohn im Jahr 2015) immer noch 21 Prozent betrug. Das bedeutet, dass Frauen umgerechnet 77 Tage (21 Prozent von 365 Tagen), also bis zum 18. März 2017 umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Damit bleibt Deutschland unter den Schlusslichtern in Europa. Zehn Jahre Equal Pay Day in Deutschland haben allerdings das Bewusstsein geschaffen, dass alle, Frauen wie Männer von Lohngerechtigkeit profitieren würden.

Zusätzlich zu vielfältigen Aktionen im ganzen Bundesgebiet gibt es deshalb in diesem Jahr ein besonderes Highlight: Ein großer Kongress in Berlin am 18. März will Frauen und Männer aus Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur anregen, bestärken und vernetzen, um gemeinsam konkrete, umsetzbare Schritte zur Schließung der Lohnlücke zu entwickeln. Der Equal Pay Day wurde 2008 auf Initiative des Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. erstmals in Deutschland durchgeführt. Seitdem wächst die Zahl und Vielfalt der Veranstaltungen von Jahr zu Jahr. BPW ist eines der größten und ältesten Berufsnetzwerke für angestellte und selbständige Frauen. Inzwischen findet der Equal Pay Day in über 20 europäischen Ländern statt.

Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Die amerikanischen Business and Professional Women schufen 1988 mit der Red Purse Campaign ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff der BPW Germany auf, sodass die roten Taschen bundesweit längst zum Symbol des Equal Pay Day wurden.

Weitere Informationen, Pressebilder und Videos unter www.equalpayday.de.

 
Frauentag 2017 - Tag der offenen Tür im Landesfrauenrat Thüringen e.V.

Am Frauentag lud der Landesfrauenrat Thüringen e.V. zum Tag der offenen Tür in die Geschäftsstelle des Vereins, in der Johannesstraße 19 in Erfurt ein. Behütet mit rosa „Pussy Hats“ informierten die Vorstandsfrauen und Mitarbeiterinnen über die Arbeit des Landesfrauenrates, beantworteten Fragen zu den diesjährigen Themenfeldern, die immer noch Kampf gegen Gewalt gegen Frauen, für gleiche Bezahlung und gegen Altersarmut heißen und solidarisierten sich mit der weltweiten Frauenbewegung, die zum diesjährigen Frauentag lautstark auf Ungerechtigkeiten aufmerksam machte. Gezeigt wurde die Ausstellung „Frauenblicke“.

Sie gibt Einblicke in die Lebenswelt von ganz unterschiedlichen Thüringerinnen, die zwar nicht prominent, aber jeden Tag aktiv sind. „Gleichstellungsarbeit ist immer auch Öffentlichkeitsarbeit“, so Ilona Helena Eisner, Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen e.V. „Je mehr Menschen unsere Arbeit unterstützen, desto lauter ist unsere Stimme beim Kampf für die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern im politischen, beruflichen und gesellschaftlichen Leben. Über die sozialen Netzwerke erreichen wir zunehmend mehr interessierte Frauen und erfahren Anerkennung für unser Engagement.“ Zudem wurde der 4. Film des Projekts #gendertrouble des Landesfrauenrates Thüringen uraufgeführt. Es ist der vorletzte Teil der filmischen Tetralogie der Veranstaltungen „Gendertalk mit…“ und beschäftigt sich mit dem Diskriminierungsmerkmal chronische Krankheit und Behinderung.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307
Website: http://www.landesfrauenrat-thueringen.de/
Facebook: https://www.facebook.com/landesfrauenrat.thueringen

 
Gespräch des Vorstandes des Landesfrauenrates Thüringen e.V. mit Ministerin Heike Werner im Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie am 20. Januar 2017

Vom Einrennen offener Türen...

Als Thüringer Lobbyorganisation für Frauen ist Ministerin Werner eine sehr wichtige Partnerin für uns und die Themen der von uns vertretenen Organisationen. Wie gut, dass auch die Landesgleichstellungsbeauftragte Katrin Christ-Eisenwinder am gemeinsamen Gespräch heute im Ministerium mit am Tisch saß.

Neben „Evergreens“ wie die Beteiligung von Frauen, Equal Pay, verlässlicher und tarifgerechter Bezahlung von Mitarbeiterinnen in NGOs, Konzepten zur Bekämpfung von Frauenarmut und dem Spagat alleinerziehender Familie und Einkommen zu realisieren, sprachen wir auch das Thema „Koordinierungsstelle Gewaltprävention an. Ein Blick in den Koalitionsvertrag zeigt - dies sind politische Hausaufgaben, die in Thüringen noch gemacht werden müssen.

„Da rennen Sie offene Türen bei uns ein.“ sagte die Ministerin. Wir wissen natürlich, dass Gewaltprävention, in all ihren Facetten, eine Querschnittsaufgabe ist, weshalb auch Innenminister Poppenhäger demnächst von uns dazu befragt werden wird. Ministerin und Gleichstellungs-beauftragte versprachen auf ihren Ebenen für interministerielle Zusammenarbeit zu sorgen.

Wir lassen bis dahin unsere Laufschuhe an...

Weitere Informationen gibt: Ilona Helena Eisner, Vorsitzende Landesfrauenrat Thüringen e.V.,
Telefon: 0176-19662307

Foto: TMASGFF

 
Gespräch des Vorstandes des Landesfrauenrates Thüringen e.V. mit Minister Dieter Lauinger im Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz am 18. Januar 2017

Die Situation von geflüchteten Frauen muss auch in Thüringen sehr differenziert betrachtet werden. Neben der geforderten dezentralen Unterbringung und der Verbesserung der medizinischen Versorgung, gibt es noch weitere Probleme, auf die der Landesfrauenrat aufmerksam machen will. „Da geht es um Gewaltschutz für Frauen, die Kosten für Dolmetscherinnen, um die Möglichkeit der Kinderbetreuung und die Schaffung von niederschwelligen Zugangsvoraussetzungen für Frauen, z. B. bei Sprach- oder Integrationskursen zum Beispiel.“, sagt die Vorsitzende Ilona Helena Eisner.

Problematisch in diesem Zusammenhang ist, dass dem erhöhten Betreuungsaufwand, den flüchtende Frauen verständlicherweise haben, mit den jetzt bestehenden Hilfestrukturen von Beratungsstellen oder Gewaltschutzprojekten, derzeit keine Rechnung getragen werden kann. Ein großes Thema sind die Kosten für Dolmetscherinnen, gerade wenn sie im Gesundheitsbereich oder im Gewaltschutz benötigt werden. Diese Kosten werden in manchen Ämtern nur für geflüchtete Frauen mit anerkanntem Status geleistet, Frauen mit noch keinem anerkannten Status haben keinen Anspruch. Es liegt dann im Ermessen der Behörde, inwieweit diese freiwillige Aufgabe angegangen wird. Das Problem der fehlenden Dolmetscherinnenleistungen wird auch dann nochmal deutlich, wenn es um Haftungsrecht, zum Beispiel im medizinischen Bereich geht.

 

„Zu diesen Themen arbeiten wir eng mit der Landesgleichstellungs-beauftragten Katrin Christ-Eisenwinder zusammen, die auch immer wieder auf die Problematik der fehlenden Dolmetscherinnenleistungen aufmerksam macht.“, so Eisner weiter. Ein Problem kann nicht ignoriert werden, weil es um Frauen geht, die einen geringeren Stellenwert einnehmen, “mitgedacht“ werden oder nur 20 % von 100 % flüchtenden Menschen darstellen.

 

Weitere Informationen gibt: Ilona Helena Eisner, Vorsitzende Landesfrauenrat Thüringen e.V., Telefon: 0176-19662307

Foto: TMMJV


 
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