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FRAUEN – STIMMEN MIT GEWICHT

In Anbetracht der vielen Probleme in Thüringen ist es wichtig, dass sich gerade Frauen beteiligen und ihre Stimme abgeben, denn diese haben Gewicht und können Richtungen der Thüringer Politik mitbestimmen.
Um Wählerinnen bei ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen, haben wir für die Thüringer Landtagswahlen 2009 Wahlprüfsteine entwickelt. Diese können keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, formulieren aber wichtige Themen und Forderungen aus der Sicht des Landesfrauenrates Thüringen.

Wahlprüfsteine des Landesfrauenrates

 

 

Landesfrauenrat ruft Frauen zur Wahl auf

Vor 90 Jahren konnten Frauen in Deutschland erstmals wählen. Mehr als 82 Prozent der wahlberechtigten Frauen nahmen 1919 bei der Wahl zur Nationalversammlung ihr hart erkämpftes Wahlrecht aktiv und passiv in Anspruch. „60 Jahre Grundgesetz und 20 Jahre Maueröffnung machen deutlich, wie wichtig Demokratie und Menschenrechte sowie die demokratische Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger sind“ so Silke Bemmann, Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen „wir fordern alle auf, ihr Wahlrecht zu nutzen und sich abzugrenzen von rechtsextremistischen Parteien“

 

zur Pressemitteilung vom 11.5.2009

 

Sucht von Frauen eine zunehmende Gesundheitsgefahr

Am 20.4.2009 fand im Marie Seebach Stift in Weimar eine mit namhaften Fachleuten aus Thüringen besetzte Tagung zum Thema: „Frauen und Sucht“ statt. Veranstalter der Fachtagung waren der Landesfrauenrates Thüringen in Zusammenarbeit mit der Thüringer Gleichstellungsbeauftragten.

zur Pressemitteilung vom 20.4.               Vortrag Bernd Dembach

Vortrag Prof. Dr. Erkwoh                          Vortrag Katrin Otto

 

 

"Frauen und Sucht"
Fachtagung des Landesfrauenrates am 20. April 2009 in Weimar

Von den 1,4 Millionen medikamentenabhängigen Menschen sind 2/3 Frauen. Circa 30 Prozent beträgt der Frauenanteil bei Alkohol- und Nikotinabhängigkeit bzw. beim Drogenmissbrauch. 90 Prozent der Personen mit pathologischem Essverhalten sind Frauen. Hinzu kommt, dass Frauen oftmals mehrfach abhängig sind. Ernüchternde Zahlen und doch ist die Sucht bei Frauen eine heimliche Krankheit, denn sie leiden im Verborgenen. 

Der Landesfrauenrat und die Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann beim TMSFG möchten Sie, mit Unterstützung der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Thüringen e.V., einladen, das Thema mit und unter dem geschlechtsspezifischen Blick zu diskutieren. ExpertInnen, MultiplikatorInnen und interessierte Laien wollen mit Ihnen über Ursachen, Präventionsansätze, Krankheitsgeschehen und Behandlungs- bzw. Hilfemöglichkeiten sowie über den notwenigen Netzwerkgedanken ins Gespräch kommen.

Ablaufplan Fachtagung am 20.4.2009

 

Equal Pay Day

Am 20. März 2009 um 12 Uhr Aktionen mit roten Taschen in mehreren Thüringer Städten

„Die Diskriminierungen von Frauen im Erwerbsleben haben in Thüringen zugenommen. Dies ist ein unglaublicher Skandal. Die Behauptung der Landesregierung, dass Frauen automatisch vom Aufschwung profitieren würden, wurde durch die vom Landesfrauenrat in einer Studie veröffentlichten fatalen Fakten einmal mehr widerlegt“ kritisiert Silke Bemmann, Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen, und ergänzt: „es ist für uns nicht nachvollziehbar und unerträglich, dass die Landesregierung trotz unserer konstruktiv vorgebrachten Kritik am Fachkräfteservice im letzten Jahr nun letzte Woche doch tatsächlich eine Allianz zur Fachkräftesicherung begründet hat, in der Frauenförderung wieder nicht auftaucht. Da liegt der Verdacht nahe, dass die Förderung von Frauen gar nicht gewollt ist.“

Pressemitteilung vom 16.3.2009            Aufruf zum Equal Pay Day 

 

Fatale Fakten!

Landesfrauenrat und Sozialverbände warnen vor Altersarmut von Frauen

 

„Mit großer Sorge beobachten wir die zunehmende Verschlechterung der Situation von Frauen auf dem Erwerbsarbeitsmarkt in Thüringen. Wegen der Zunahme von prekärer Beschäftigung und der niedrigen Löhne sind insbesondere Frauen von niedrigsten Renten und Altersarmut bedroht“ sagt Silke Bemmann, Vorsitzende des Landesfrauenrat Thüringen.

 

„In den letzten Jahren sind die Renten der Rentnerinnen aus der Sozialversicherung in Thüringen kaum gestiegen: Der durchschnittlich ausgezahlte Altersrentenbetrag stieg von 2004 bis 2007 um acht Euro von 655 Euro 2004 auf 663 Euro im Jahr 2007.
Das entspricht einem prozentualen Zuwachs von 1,2 Prozent in drei Jahren. Im gleichen Zeitraum stiegen in Thüringen die  Preise der Lebenshaltung um 5,5 Prozent, damit sind  für die Rentnerinnen die Realeinkommen absolut gesunken“, so der Autor der Studie Dr. Wolfgang Kühn.

 

„Schon heute ist für viele Frauen in Thüringen die Altersarmut keine Fiktion: 10 Prozent aller Frauen, die älter als 65 Jahre sind, verfügen über ein monatliches Nettoeinkommen von weniger als 500 Euro, weitere 25 Prozent dieser Altersgruppe müssen sich mit einem monatlichen Nettoeinkommen zwischen 500 bis 700 Euro begnügen. Das ist unzumutbar in einem so reichen Land wie Deutschland “ kritisiert Silke Bemmann und ergänzt „Es ist ein Drama und auch eine Missachtung der Lebensleistung der Frauen, die ihr Leben lang gearbeitet haben und dann im Alter in Armut leben müssen.“

Pressemitteilung vom 3.3.2009    Studie FATALE FAKTEN

Positionspapier: Für eine sichere und solidarische Rente!

 

 

 

 

Kontakt:
Landesfrauenrat Thüringen e.V.
Geschäftsführerin Ilona Helena Eisner
Johannesstraße 19
99084 Erfurt

Telefon: 0361 561 42 37
Fax: 0361 644 22 65
E-Mail: info(at)landesfrauenrat-thueringen.de