Startseite
Herzlich Willkommen beim Landesfrauenrat Thüringen e.V.

Auf der Website des Landesfrauenrates Thüringen e.V., dem Dachverband 31 Thüringer Frauenorganisationen und politischen Interessenvertretung aller Thüringer Frauen. Unser Ziel ist die Verbesserung der Situation der Frauen in Beruf, Gesellschaft und Familie. Wir wollen den Einfluss von Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stärken.

Lassen Sie uns dazu gemeinsam:

Ideen entwickeln - Erfahrungen austauschen - Gemeinsamkeiten entdecken
Kommunikation pflegen - Solidarität stärken - Vernetzungen knüpfen
Informationen publizieren - Konzepte erstellen
Einfluss nehmen - Zukunft mitgestalten

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Arbeit!
Wenn Sie Fragen oder Anregungen an den Landesfrauenrat Thüringen e.V. haben, dann schreiben Sie uns direkt.

Aktuelle Mitteilungen



Nachtrag zur Fachtagung „Gesundheitsversorgung geflüchteter Frauen in Thüringen“ am 6. April 2016 - Materialsammlung

Die einzelnen Redebeiträge finden Sie hier:

  • Workshop: „Traumasensible Beratung und Begleitung“
    Referentin: Maria Zemp, Traumafachberaterin:
    Teil 1, Teil 2, Teil 3

Alle Redebeiträge stehen Ihnen auch als Hörbeiträge unter
http://radiofrei.de/index.php?iid=7&ksubmit_show=Artikel&kartikel_id=5876
zur Verfügung.

 
Die 40. Delegiertenversammlung des Landesfrauenrates Thüringen e.V.

findet in diesem Jahr am Samstag, den 03.09.2016, von 10:00 Uhr bis ca. 16:00 Uhr in der Paritätische Akademie
Thüringen, Bergstraße 11, 99192 Neudietendorf statt.

Bitte organisieren Sie in Ihren Verbänden die Teilnahme an der Delegiertenversammlung. Wir bitten Sie, Anträge, Anträge zur Satzungsänderung, Vorschläge für Kandidatinnen für die Vorstandswahl und Vorschläge für die Wahlkommission für die Delegiertenkonferenz bis zum 03.08.2016 an den Landesfrauenrat zu senden.

Hier finden Sie:
die Einladung (pdf, 136 KB),
die vorläufige Tagesordnung (pdf, 41 KB),
das Anmeldeformular (pdf, 51 KB) und
der Vorschlag für die Satzungsänderung (pdf, 54 KB).

 
Antrag an die KLFR 2016 Bremen: Staatliche Unterstützung beim Schutz von geflüchteten Frauen

Antragstellerin: Landesfrauenrat Thüringen e.V.
Adressatin: Bundesregierung Deutschland

Antragsgegenstand:
Deutschlandweit stehen viele geflüchtete Frauen vor dem Problem, dass sie zwangsverheiratet wurden und auch nach der Ankunft in Deutschland ihren gewalttätigen Ehemännern und deren oftmals ebenso gewalttätigen Familienangehörigen nahezu schutzlos ausgeliefert sind. Sie erhalten mitunter Morddrohungen aus der Familie, wenn sie sich trennen wollen, wurden und werden schwer misshandelt und finden meistens nur mit Hilfe der Polizei und ehrenamtlichen Helfern den Weg in ein Frauenhaus, um sich zu schützen.
Deutsche Behörden, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge können zwar die Verfahren bearbeiten und den Anträgen zustimmen, dennoch sind die Frauen nach Beendigung dieses Verfahrens ihren Familien wieder schutzlos ausgeliefert und fallen zudem aus dem AsylbLG heraus. Sie sind damit ohne weitere Unterstützung auf sich allein gestellt.
Ferner muss verstärkt darauf hingewiesen werden, dass die betroffenen Frauen berechtigt sind einen eigenen Antrag auf Asyl zu stellen. In Beratungsstellen wird eine wertvolle Arbeit geleistet, doch oft fehlen wichtige Informationen, wie z.B. das Wissen über familiäre Gewalt als Asylgrund oder die Beachtung der Tatsache, dass die Papiere der Frauen, so sie denn den Weg nach Deutschland gefunden haben, oft von den Ehemännern verwaltet werden. Soweit die Landesfrauenräte diese Arbeit beeinflussen können, sollten sie in ihren jeweiligen Bundesländern darauf drängen, dass geflüchtete Frauen mit (familiären) Gewalterfahrungen ein eigenes Asylantragsverfahren erhalten.

Forderung:
Die Konferenz der Landesfrauenräte möge daher beschließen, eine Empfehlung an die Bundesregierung auszusprechen, dass es geflüchteten Frauen, die zwangsverheiratet wurden und Opfer von Gewalttaten durch ihre Ehemänner und Familien geworden sind durch die Bundesrepublik Deutschland ermöglicht wird, ähnlich einem Zeugenschutzprogramm nach Beendigung der Verfahren Schutz zu finden und ein neues Leben beginnen zu können. Dieses zu entwickelnde Programm soll dabei alle staatlichen Maßnahmen umfassen, um die körperliche Unversehrtheit, die Identität und auch das seelische Wohlergehen zu gewährleisten, damit geflüchtete Frauen ohne Angst vor Repressalien in Deutschland leben können.

 
Fachtagung zum Thema „Gesundheitsversorgung geflüchteter Frauen in Thüringen“

Das Netzwerk Frauengesundheit Thüringen veranstaltete am 6. April 2016 von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr eine Fachtagung zum Thema „Gesundheitsversorgung geflüchteter Frauen in Thüringen“ im Thüringer Landtag.

Geflüchtete Frauen und Mädchen befinden sich in der Minderheit. Konkrete Zahlen hierzu existieren bislang nicht. Nach Schätzungen des Landesverwaltungsamtes (LVA) beläuft sich der Frauenanteil in den Erstaufnahmestellen auf 20 Prozent. Weibliche Geflüchtete sind oftmals traumatisiert aufgrund erlebter und beobachteter Gewalttaten im Herkunftsland oder sexueller Übergriffe auf der Flucht und in verschiedenen Unterkünften. Gerade aufgrund dieser Erfahrungen und ihrer zahlenmäßigen Minderheit, bedürfen sie explizitem Schutz und besonderer Unterstützung. Insbesondere die Gesundheitsversorgung von geflüchteten Frauen sollte daher auf diese besonderen Erfahrungen reagieren und die daraus resultierenden Bedarfe berücksichtigen.

Der Fachtag richtete sich an alle Professionen, die ehrenamtlich oder hauptamtlich mit geflüchteten Frauen arbeiten und soll bisherige Erfahrungen aus der Praxis-Arbeit mit den Erkenntnissen hochkarätiger Fachreferent_innen verbinden. Die Veranstaltung ermöglichte somit eine themenzentrierte Vernetzung aller Professionen aus diesem Bereich. Es gab Vorträge zur gesundheitlichen Situation und zur sozialarbeiterischen Versorgung geflüchteter Frauen in Thüringen, traumasensible Beratung, sowie Genitalverstümmelung und ihre Folgen, die in den anschließenden Workshops vertieft bearbeitet werden konnten.

Zu den Fachfreferent_innen gehörten Maria Zemp, Traumafachberaterin, Dr. med. Christoph Zerm, FA für Frauenheilkunde, Mirjam Kruppa, Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, Katrin Christ-Eisenwinder, Gleichstellungsbeauftragte Thüringen, Antje Büchner, Flüchtlingsrat Thüringen e.V. und Marie Günther, refugio e.V., Jena. Moderiert wurde die Fachtagung von Julia Hohmann, Beisitzerin im Vorstand des Landesfrauenrates Thüringen e.V. Die Schirmherrschaft dieser Veranstaltung übernahm die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Heike Werner.

 
ACHTUNG:

Die Geschäftsstelle des Landesfrauenrates Thüringen e.V. ist ab dem 01.04.16 unter folgenden Rufnummern zu erreichen:
Telefon:
Katharina Seidel   0361-6005916
Evelyn Kranz        0361-6005917
Fax:                    0361-6005918

 
<< Start < Zurück 1 2 3 Weiter > Ende >>

Seite 1 von 3
top